W-LAN im Gemeindehaus

Motivation
Kostenloser, offener und barrierefreier W-LAN-Zugang für Besucher*innen, insbesondere für die des Jugendtreffes. Argumente für einen solchen kostenlosen offenen W-LAN-Zugang sind:
*Ist digitale Gastfreundlichkeit und Dienst an der Gemeinde
*Ermöglicht die digitale Teilhabe auch für Menschen, die sich keinen Zugang leisten können
*Steigert als zusätzlicher Service bei Vermietungen die Attraktivität des Gemeindehauses
*Kann aber auch für interne Veranstaltungen genutzt werden und das eigene geschlossene Funknetzwerk erweitern
Er sollte für die Gemeinde geringe Kosten und wenig Administrations- und Wartungsaufwand verursachen.

Rechtliche Bedingungen
Folgende Rechtliche Bedingungensind zu beachten:
*Bei Urheberrechtsverletzungen über ein offenes Funknetz durch fremde Nutzer*innen muss dafür unter Umständen der Gastgeber einstehen. Diese so genannte „Störerhaftung“ gilt für Privatpersonen (Zivilrecht).
*Es gibt eine Haftungsprivilegierung für geschäftsmäßig (dauerhaft, nicht unbedingt kommerziell) betriebene offenes Netze (nach § 8 TMG) wie die Telekom oder Kabel Deutschland, welche auch für Freifunk-WLANs gilt.
*Eine Bündelung der Verbindungen durch ein Gateway oder ein VPN (z.B. auch ins Ausland) verschleiert die IP-Adressen der einzelnen Freifunk-Knoten nur, um die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass jemand überhaupt Ärger mit Abmahnanwälten oder Behörden bekommt. So handhaben das auch die Telekom und andere Anbieter von offenen Hotspots.
*Die Gesetzeslage ist z.Z. im Umbruch wegen der Vorlage des Gesetzentwurfzur Änderung des Telemediengesetzes (TMG).
Wie sieht das ganze mit der Vorratsdatenspeicherung aus? Ist für die Gemeinde glaub ich irrrelavant, genauso wie Dienste
Technik
*Damit das ganze Gemeindehaus mit W-LAN abgedeckt ist, bräuchten wir 2-3 Router.
*Bei einem Test hatte ich mit zwei Routern im Jugend- und im Spielkreisraum gute Erfahrungen gemacht.
Freifunk
*Die nächste Freifunk Initiative ist in Frankfurt (diese ist gerade bei der Gründung eines gemeinnützigen Vereins)
*Die Router müssten mit einer speziellen Firmware (kostenlos) der Freifunk-Community bestückt werden, das wäre ein Projekt mit den Jugendlichen vom Jugendtreff.
*Ein solcher Router kostet, je nach Modell zwischen ca. 20 € (Einfach: TP-Link TL-WR841ND) und ca. 60 € (High End: TP-Link TL-WDR4300). Um zukunftssicher zu sein, würde ich zwei TP-Link TL-WDR4300 für ca.120 € anschaffen.
*Ggf. wäre über eine Spende an oder Mitgliedschaft im Freifunk Frankfurt e.V. zu überlegen.
*die Lösung mit Freifunk ist eine klare Abgrenzung zu kommerziellen Interessen und Providern
*Im Sinne einer engagierten Zivilgesellschaft ist das Projekt Freifunk unbedingt Unterstützenswert
Kommerzielle Anbieter
*Airfy (einmalig 99€ pro Router, mit Werbung 13€ pro Monat/149€ pro Jahr, ohne Werbung 25€ pro Monat 299€ pro Jahr, jeweils zzgl. 19% USt.)
Weitere Informationen
*Tricks für offene WLANs ohne Haftungsrisiko (http://www.heise.de/tr/artikel/Tricks-fuer-offene-WLANs-ohne-Haftungsrisiko-2583166.html)
*Freifunk Frankfurt am Main (http://www.wifi-frankfurt.de)

Hier ist das fertige Dokument: https://www.dropbox.com/s/7xyw4g3wbk6i4ph/W-LAN_im_Gemeindehaus.pdf?dl=0